Eine laaaange Woche liegt hinter mir – mit jeder Menge einzigartigen Ereignissen. Ich hoffe wirklich, ich kann sie alle in einen Blogeintrag packen. Ich fang am Besten damit an, dass wir am Freitag nach Baltimore eingeladen wurden, was nicht weit von uns entfernt ist.

Ein Freund hat dort ein Haus, das er, nach eigenen Angaben, nur zum Feiern benutzt. Ein unglaubliches Haus, dass ungefähr 2 Meter breit und 10 Meter lang ist, mit einer sagenhaften Dachterasse, die einem einen Ausblick über ganz Baltimore ermöglicht. Die Leute dort waren wirklich abgefahren, vorallem nach ein paar Drinks wurden sie immer noch verrückter. Wir sind von Bar zu Bar getourt und durften keinen Cent bezahlen – eine legendäre Nacht sag ich euch! Auch deswegen, weil an diesem Abend ein großes und wichtiges Baseballspiel gegen Texas stattfand. Alle Barbesucher sind bei jedem Punkt total ausgeflippt. Als „wir“ dann auch noch gewonnen haben, war kein Halten mehr möglich. Sie liefen in ihren orangenen Trikots herum und kreischten so, dass sogar ich anfangen musste mitzujubeln. Baltimore ist wirklich eine einmalige Partystadt, mit all ihren Pubs, Bars, Clubs und Spezialitäten. Jedoch hat die Stadt auch ihre Schattenseiten. Sie gehört nämlich mit zu den 5 Städten mit der höchsten Kriminalitätsrate in ganz Amerika.

Am Samstagmorgen ging es gleich weiter mit dem Reisen. Diesmal bekamen wir das Beach House von Bekannten in Ocean City. Das ist der Ort, an dem jeder Highschool-Absolvent seinen großen Abschluss feiert – und nicht nur die Schüler aus der Umgebung, sondern aus überall kommen die Leute, um an diesem Ort zu feiern. Ihr könnt euch also vorstellen, wie abgefahren dieser Ort ist. Auf der 3 Stunden Fahrt dorthin, hielten wir jedoch vorher in BERLIN. Jaaaa ihr habt richtig gelesen! Auch in den Staaten gibt es diese Stadt. Hier ist es jedoch ein wirklich kleiner, süßer Ort in der schon Filme wie „Die Braut, dich sich nicht traut“ mit Julia Roberts gedreht wurden. (siehe Foto)

Wir kamen gerade rechtzeitig zu einer Autoshow dort an – die Motorgeräusche ließen das kleine Städtchen ganz groß wirken. Wirklich tolle Autos wurden zur Schau gestellt! Und eine Preisverleihung gab’s auch. Unser Freund Patrick war ganz aus dem Häuschen, als er all die alten Klassiker sah.

Nach einer kleinen Runde durch die Stadt bummeln entschlossen wir uns weiter zufahren, Richtung STRAND. Unser Beach House befand sich in einer sehr vornehmenden Gegend mit anderen Strandhäusern und war einfach nur gigantisch. Es gab 4 Schlafzimmer, 4 Bäder in denen es eine Whirlpool-Badewanne gab … einfach ein Traum. Und dieses Haus gehörte uns für zwei Tage – ich konnte es wirklich nicht glauben. Es kam mir vor wie in einem Traum, einem Mix aus 90210 und OC California. Es war unglaublich.

Nach dem Einblick in diese Traumwelt ging es gleich weiter Richtung Strandpromenade. Meine Kreditkarte wurde wieder einwenig auf Touren gebracht und wir genoßen den Sonnenuntergang am Meer. Am Pier gab es wieder einmal die abgefahrensten Läden. Auch einige Spielhallen, in denen wir unser Bestes gaben, um den gaaanz großen Teddybär zu gewinnen. Leider wurden es dann doch nur zwei pinke Quietscheenten.

Am Strand zu spazieren ist so ein schönes Gefühl, man kann es eigentlich gar nicht in Worte packen. Patrick sprang dann sogar mitten in der Nacht noch ins Meer! Er war kurz davor zu erfrieren, aber er wollte es ja nicht anders 😀 Nachdem er wieder trockene Pants anhatte, gingen wir in einem leckeren Seafood Restaurant essen. UNGLAUBLICH guter Crabcake! Gemacht aus dem wertvollen Krabbenfleisch, dass mühsam ausgeschabt werden musste, ließen wir so den Abend ausklingen.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg, die wilden Pferde der Insel zu suchen. Wir fuhren mit dem Auto auf die Insel, die ein Reservat für über 120 wilde Pferde sein sollte. Es war leider ziemlich stürmisches Wetter und es war, als würde man an einem kalten Tag an die Ostsee fahren.

Kaum waren wir auf der Insel, begegneten uns auch schon vier am Straßenrand stehende Pferde. Wir dachten zuerst sie wären nicht echt, da sie sich kaum bewegten. Doch dann merkten wir, dass diese Pferde doch tatsächlich dort schliefen. Diese Pferde blieben nicht die einzigen wilden Pferde, die uns an diesem Tag begegnen sollten. Wir entdecken einige in den Büschen oder in der Nähe des Sandstrandes. Wir durfen ihnen laut Gesetz der Insel nicht näher als 10 Fuß kommen und versuchten uns wirklich daran zu halten 😀 Es war ein einmaliges Erlebnis die Pferde in ihrem natürlichen Umfeld zu erleben, wie sie rumtollten, aßen oder auch einfach nur im Stehen schliefen. Das Einzige was wirklich schade war, war dass es so verdammt kalt und windig gewesen ist. Selbst die kurz davor gekauften Plastik-Ponchos brachten nicht wirklich viel. Aber trotz des Wetters hatten wir wie immer einen rießen Spaß! Als wir danach wieder an die Strandpromenade fuhren, um Souvenirs zu kaufen, waren wir nach diesem Wochenende alle komplett erledigt. Wir kamen um halb 11 am Sonntagabend wieder Zuhause an und fielen quasi schon ins Bett. Ich muss sagen, dass dieses Wochenende wirklich legenDÄR war und ich mich entschlossen hab, dass wenn ich einmal groß bin, ich auch ein Beach House haben möchte 😀

Liebe Grüße von mir aus den Staaten! Ich hoffe ihr vermisst mich so sehr, wie ich euch. Eure Caro ❤

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