Mein Kollege und Freund Aaron hat heute Geburtstag. Zur Feier des Tages wollte ich ihm deshalb gestern Abend noch meinen berühmt berüchtigten Fantakuchen backen – doch das lief irgendwie nicht wie geplant.
Nirgends konnte ich Backpulver finden, auch so etwas wie Umluft kannte mein widerspenstige Ofen im Appartement nicht. Na gut, dachte ich mir, es wird auch so irgendwie klappen. Doch als ich die Fanta für den Kuchen öffnete, wurde mir schon klar: Das wird ein Desaster! 

Die amerikanische Fanta ist viel dunkeler als unsere und schmeckt so süß, dass es einem die Gesichtsmuskeln verzieht. Als ich den „fertigen“ Boden nach 20 minütiger Verlängerung aus dem Ofen holte, sah er aus wie ein Stück flacher, trockener Kaugummi – so überhaupt nicht wie ein fluffig leichter Bisquitboden aussehen sollte.

Der Belag wurde nicht unbedingt besser: die Sahne zu schlagen ging ja noch, doch dann kam die Creme Fraîche. Anstatt dass die Creme fest und leicht wurde, sah sie aus wie eine dickflüssige Sahnesoße mit Mandarinen-Fetzen 😦 Denn ich hatte nicht nur kein Sahnesteifpulver oder Vanillezucker – es fehlte der amerikanischen Creme Fraîche auch irgendwie an Festigkeit.
Nur mit zugekniffenen Augen versteckte ich den dünnen Boden mit meiner Creme-Masse, bestreute alles mit Zimt und Zucker und versuchte dekorativ rauszuholen, was eben noch rauszuholen war.
Ich hoffe meine Kollegen werden trotzdem mit einem aufgezwungen Lächeln sagen, dass der Kuchen doch nicht sooo schlecht schmeckt. Ich bin zuversichtlich, dass ich den Ruf deutscher Backkünste nicht vollkommen ruiniert hab, das hoff ich jedenfalls…

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