So schnell ist schon wieder eine Woche vergangen! Ich kann gar nicht glauben, dass bereits drei Wochen vorbei sind! Und das jetzt alles in einen Blogeintrag zusammenzufassen, wird eine Challenge!

Man könnte sagen ich wurde in letzter Zeit so gut wie jeden Tag zum Essen eingeladen, ob es zum Lunch oder auch zum Dinner war. Es ging von Chinesisch und Thai bis hin zu typisch amerikanischen Food. Und das Schlimme ist –  hier schmeckt einfach ALLES gut. Ich weis nicht wie die Amis das machen, wahrscheinlich nur Geschmacksverstärker – aber so KÖSTLICH! Ich hab hier noch nichts gegessen, was nicht geschmeckt hat.

An einem Wochenende wurden wir zu einem Oktoberfest eingeladen – schon wieder 😀 Die Leute hier lieben die „deutschen“ Traditionen einfach. Wenn man das wirklich deutsch nennen kann … Das Fest fand quasi unter einem Stadion statt und es gab rund 30 verschiedene kleine Bierstände. Am Eingang erhielten die unter 21 Jährigen rießen Edding-Malereien auf die Hände und diejenigen die offiziell trinken durften, bekamen ein Bierglas. Wenn ich Bierglas sage, dann mein ich kein Massglas, nein! Ich meine ein 0,2l großes Glas, in das an verschiedenen Ständen für 1$ Bier aufgefüllt werden kann. Das verstehen die Amis also unter einem Bierbesäufnis! 😀 Doch eigentlich war das witzigste an dem ganzen Fest die Aufmachung. Die Frauen trugen Dirndl, die als Halloween-Kostüme verkauft wurden. Das heißt im Klartext: die Frauen trugen einen Minirock, der gerade über ihren Po ging und mit viel Tüll unterfüttert war. Dazu gab es lange weiße Kniestrümpfe und Playboymäßig auftupierte Haare. So viel zu der Kleidung! Außerdem zeigten verschiedene Blaskapellen ihr Bestes, ebenso eine groovige Band mit Dudelsack (was das mit dem Oktoberfest zu tun hat?!).

Es war alles in einem einfach eine interessante Erfahrung zu sehen, wie die Amerikaner alles versuchen, um ein bisschen deutsch zu sein. Wenn man den Menschen dort erzählt, man kommt aus Deutschland, hat jeder – WIRKLICH jeder, eine Geschichte zu erzählen. Beispielsweite dass der Urgroßvater in der Army war und dadurch 10 Jahre in Deutschland gelebt hat, oder dass man selbst einmal im wunderschönen Deutschland war. Einfach spannend zu beobachten.

Auf dieses Wochenende folgte dann auch endlich meine lang ersehnte Woche in New York. Eine Freundin meiner Mitbewohnerin kam uns aus Deutschland besuchen und fuhr uns mit ihrem Mietwagen Richtung New York. Wir machten einen Zwischenstopp in Philadelphia und shoppten uns zu Tode. Ich sage das diesmal so direkt, weil es diesmal wortwörtlich so war. Die Freundin aus Deutschland hatte bereits ihren kompletten Kofferraum voller Einkaufstüten und war noch lange nicht damit fertig. Somit rannten wir den ganzen Tag von Mall zu Mall und von Outletcenter zu Outletcenter. Erledigt fielen wir abends ins Hotelbett. Nach einer 4 Stundenfahrt am nächsten Tag, waren wir endlich in New York angekommen. Egal wie oft ich diese Stadt besuche, ich kann niemals genug von ihr bekommen! Jedesmal entdecke ich wieder neue Dinge, die mir zuvor nicht aufgefallen waren. Die Stadt hat einfach so viel zu bieten, so viel Leben, so viel zu erleben.

Dieses Mal sah ich zum ersten Mal den Times Square bei Nacht, was in Worten gar nicht beschreibbar ist. Diese Weite und Größe … wer nicht selbst dort war, kann es nicht verstehen. Ein Gefühl voller Glueck.

Ich kann davon nicht genug bekommen.

Der Disney und der M&Ms Store am Times Square hatten es mir auch sehr angetan. So viel Auswahl hatte ich noch nie gesehen. Im Disney Store fühlte man sich einfach wieder wie ein Kind, als es noch gar keine Probleme gab und die Welt noch perfekt schien. Man konnte in diesem Laden nur Dauer-Grinsen! Am liebsten hätte ich einfach alle Kuscheltiere mitgenommen und auch das rießig, weiße Schloß!

Eine weitere Premiere war es „Ground Zero“ zu sehen. Die Wasserfälle die im Boden verschwinden hatte ich mir viel kleiner vorgestellt. Dieser Ort war so voller Emotionen und irgendwie auch voller Trauer, das Wasser hatte etwas beruhigendes. Es gab bei diesem 9/11 Denkmal auch einen Baum, der den Absturz überlebt hatte. Der Stamm hatte diese alte, runzelige Rinde und sah verletzt aus, doch die Äste die aus dem Stamm ragten waren neu und frisch. Sie hatten Leben in sich und wuchsen hoch hinaus in den Himmel. Dieser Baum zeigte einem, dass aus altem, schlechten auch neues und gutes wachsen konnte. Der Baum gibt den Angehörigen Hoffnung – beeindruckend.

Ein weiteres MUST BE in New York ist das Empire State Building zu sehen. Das dachten wir uns auch. Das Problem jedoch beim Besteigen des Gebäudes ist, dass man es nicht wirklich sehen kann, da man sich ja darauf befindet. Also dachten wir uns, gehen wir auf das Rockefeller Center – auch „Top of the Rock“ genannt – und sehen uns das Empire State Building von einem anderen Standpunkt an. DAS war eine gute Entscheidung! Wir mussten kaum anstehen, zahlten 25$ und schon genossen wir den Sonnenuntergang über den Dächern New Yorks. Ein unglaubliches Naturspektakel spielte sich dort ab. All diese Farben und Lichter verpassten einem Gänsehaut

Wir blieben dort oben bis die Sonne unterging und mussten uns selbst dazu zwingen den Aufzug wieder nach unten zu nehmen. Auf dem Weg dorthin kamen wir in einen Lichtspiel-Raum. Sobald man den Raum betritt, folgt einem ein Lichtstreifen quer durch den Raum. Wir haben so viel gelacht! Hinzu kam, dass plötzlich eine Band anfing dort oben zu spielen. Und somit ließen wir den Abend mit guter Musik, jeder Menge Spaß und einem einzigartigen Ausblick ausklingen.

New York war atemberaubend und viel zu kurz – like always! Ich kann es kaum mehr abwarten, bis ich zu meinem Geburtstag wieder dort bin.

MISS YOU GUYS! XOXO, Carolina