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Heute, am ersten Sonntag im hoffentlich nicht so verregneten Monat Juni, mit einem sonnigen Beitrag über eine einzigartige Insel in Thailand, bringe ich euch ein bisschen mehr Sonne ins Herzen. Vielleicht startet die kommende Woche dann ja auch mit ein paar mehr Sonnenstrahlen.

Chaweng BeachLetzte Woche habe ich die Frage gestellt bekommen, was ich denn über die bezaubernde Insel KOH SAMUI in Thailand wüsste. Dort habe ich 2010 einen wunderschönen Urlaub mit meiner Familie verbracht und will nun meine Highlights und Erfahrungen mit euch teilen. Diese Insel ist schon lange kein Geheimtipp mehr.

Zuallererst ein paar Fakten über Koh Samui. Die Insel hat eine Fläche von 233 km² und ist somit die drittgrößte Insel Thailands. Durch ihre Größe kann sie einem auch eine große Vielfalt liefern. Für Jedermann ist etwas dabei. Egal ob man nach purer Entspannung sucht oder nach großen Partys – auf dieser Insel ist alles möglich.

Hotelsuche: der berühmteste und schönste Strand ist der südlich gelegene Chawengbeach. Doch da dieser total touristisch und überlaufen ist, empfehle ich Hotels weiter nördlich zu suchen. Kurz über dem Touristenstrand gibt es einige ruhige Ecken, die dann auch günstiger und einheimischer werden. Das heißt nicht, dass diese dann Absteigen sind – ganz im Gegenteil – meistens Luxus pur! Meine Familie und ich hatten besondere Promotiontickets bekommen und dadurch ein tolles Resort namens „Nora Buri“ ganz günstig bekommen. Eine wunderschöne, extravagante Anlage, die ganz viele Besonderheiten hatte. Tolles Ambiente und herzliche Mitarbeiter. Zum eigenen Häuschen wurde man mit einem Minigolf-Wagen gefahren und bekam eine bombastische Aussicht. Wir zogen nach einer Woche in zwei der Poolhäuser direkt am Strand. Dabei konnten wir vom Bett aus direkt aufs Meer hinaussehen – unglaublich.

Bei dem besagten Chawengbeach ist es nicht nur sehr touristisch, es fahren auch täglich mehrmals große Promotion-Autos die Straßen auf und ab und verkünden die Partys für den Abend. Das ist unglaublich laut und auf die Dauer auch unglaublich nervig. Wer dort in einem Hotel wohnt, kann nur bemitleidet werden. Hinzukommt, dass die Straße entlang des Strandes eine große Einkaufsstraße ist.

Chaweng BeachMeines Erachtens nach ist Shopping ab und zu super toll, nur brauch ich das nicht alltäglich. Viele Händler auf den Straßen, die versuchen dir etwas anzudrehen, Verkauf von Plagiaten und dazwischen kleine Restaurants. Super spaßig in dieser Region mal nachts unterwegs zu sein, doch sollte man dabei echt auf seine Tasche achten. Also mein Tipp hier: Quartiert euch lieber in ein Hotel oberhalb des Chawengbeaches ein, mietet euch einen Roller und fahrt täglich 2min zum schönsten Strand Koh Samuis oder geht dort einkaufen. So könnt ihr entspannen wann ihr wollt und seid nicht dem Krach ausgesetzt.

Roller als FortbewegungsmittelFortbewegungsmittel: wie schon erwähnt ist hier die beste Möglichkeit der Roller. Einen auf der Insel für ein- oder zwei Wochen zu mieten kostet kein Vermögen und ihr seid unabhängig. Taxi zu fahren ist zwar eine Möglichkeit, man wird allerdings gerne von den Taxifahrern über den Tisch gezogen. Außerdem kostet das Benzin für den Roller nur ein paar Euro und reicht ewig. Benzin wird an so gut wie jeder Straßenecke in Glasflaschen verkauft.

Inselerkundung: möchte man mal eine andere Seite der Insel sehen oder hat man es mal satt nur am Strand zu liegen, dann kann ich eine kleine Inselerkundung nur wärmstens empfehlen! Wir hatten uns dafür für einen Tag ein Auto gemietet – und das war eine gute Entscheidung! Während unserer Fahrt sahen wir, was diese kleine, unscheinbare Insel noch einiges mehr zu bieten hat, als vorerst angenommen. Völlig überraschend sahen wir zum Beispiel zwischen den Bäumen neben der Hauptstraße einfach einen Büffel weiden. Einfach so.

Koh Samui BeachWir entdeckten einsame Strände, an denen wir uns ausbreiten konnten, ohne dass wir auch nur von einer Menschenseele gestört wurden. Ich entdeckte auch eine meterlange Schaukel, befestigt an einem Kokosnussbaum, mit der ich sofort über den warmen Sand baumelte und meine Füße im Wasser kühlte.

Kokosnussbäume findet man auf Koh Samui überall. Denn auf dieser Insel soll es die besten Kokosnüsse ganz Thailands geben. Darauf sind die Bewohner der Insel auch sichtlich stolz. Sie klettern noch selbst mit einem Seil um die Hüften auf die Bäume, um die Früchte zu ernten. Legendär.

Kokosnuss-CocktailIch glaube in diesem Urlaub habe ich so viele Kokosnüsse wie noch nie in meinem ganzen Leben zusammen gegessen und getrunken. Dort haben die Früchte nicht so eine harte, braune Schale wie bei uns. Sie sind dunkelgrün und blutjung. Man kann das Fruchtfleisch locker leicht mit einem Löffel aushöhlen und direkt essen. Göttlich! Noch nie bessere Kokosnüsse gegessen.

Als wir uns mehr in das innere der Insel begaben, gelangen wir nach einer steilen Bergfahrt zu wundervollen Wasserfällen. Hierbei sollte man sich jedoch wirklich nicht mit einem großen Auto hinauf begeben, da es sonst sehr schnell zu gefährlich nahen Abgründen kommen kann. Mitten im Urwald würde man einen dann glaub ich nicht mehr so schnell finden.

Was in Thailand schon fast zur Tradition gehört, ist das Elefantenreiten. Wir fanden auf unserem Rückweg aus dem Dschungel zufälligerweise ein kleines Elefantenresort. Es wurden Elefantenwanderungen durch den Urwald angeboten, nicht gerade billig, allerdings wollten wir uns dieses einmalige Erlebnis nicht entgehen lassen. Ich durfte mich sogar hinter die Ohren des Elefanten setzen, sowas habe ich in meinem Leben noch nie erlebt! Es war ziemlich wacklig dort oben, doch der Elefant konnte meine Angst spüren und legte in diesem Moment seine Ohren so an, dass ich nicht mehr herunterfallen konnte. Dieses Gefühl der Verbundenheit mit dem Elefanten werde ich in meinem Leben nie wieder vergessen. So etwas sollte jeder einmal in seinem Leben gemacht haben – also auf zu den Elefanten!

Ein weiteres sehenswertes Highlight auf der Insel ist die zwölf Meter hohe, goldene Buddha-Statue, der „Big Buddha“. Davor befinden sich zahlreiche touristischen Stände, darunter allerdings auch ein Stand, der mit Mönchen besetzt war. Von ihnen bekam man umsonst Glücksarmbänder, die ich bis heute noch trage. Erst wenn man einen großen Wunsch hat, schneidet man eins durch und der Wunsch soll in Erfüllung gehen. An dem Stand kann man auch einzelne Dachziegel kaufen, um den Mönchen die Erneuerung ihres Tempeldaches zu sponsern. Dabei legte sich eine Katze auf unseren Ziegel und der Mönch meinte, so etwas wäre ihm noch nie passiert. Als wir fragten, wovon er spreche, antwortete er: „Die Katze ist für uns ein Symbol für Glück. Wenn das Tier sich so gezielt zu einem Objekt legt, ist das in unserem Glauben ein Zeichen für absolutes Glück.“ Nun sind wir also von Glück gezeichnet.

Essen und Trinken: die sicherste Variante für gutes und vor allem hygienisch zubereitetem Essen ist wohl die im eigenen Hotel selbst. Thailändisches EssenDoch da ich so ein kleiner Abenteurer bin, was Essen anderer Kulturen angeht, schaue ich auch gerne über den Tellerrand hinaus. Wer wirklich an einheimischen Essen interessiert ist, sollte mal ein wenig um den Chawengbeach herum schauen. Folgt man einer großen Seitenstraße gelangt man automatisch nach einer Weile zu einheimischen Märkten und Restaurant. Dort kosten Hauptgerichte dann halt nur 2€ und schmecken so köstlich, man könnte sich hineinlegen. Probiert doch unbedingt mal ein Curry!

Cooking ClassWas auch witzig und vor allem interessant war, war der lokale Kochkurs, den wir direkt im Hotel gemacht haben. Dabei lernten wir alles über Gemüse und Obst vor Ort und über die unterschiedlichen Zubereitungsmöglichkeiten. Wie man in einem Bananenblatt frittiert oder welche Gewürze man für das perfekte Curry benötigt – dort wurde uns alles beigebracht. Zum Glück fand der Kochkurs draußen am Strand, in einem überdachten Pavillon statt, denn an den Töpfen wurde uns richtig eingeheizt.

Unwetter auf der InselWetter: wenn wir schon bei heißen Temperaturen sind, kann das Wetter in Koh Samui da nur gut mithalten. Im Durchschnitt liegt die niedrigste Temperatur im ganzen Jahr bei 25°C und die höchste bei 31°C. Das mag jetzt vielleicht nicht unbedingt tropisch klingen, doch genau das ist es dort – schwül und schwitzig. Die Suppe kann da schon ordentlich laufen – also so wenig Kleidung anziehen wie möglich. Es kann natürlich auch sein, dass man zur Regenzeit dort ankommt und eines der gemeinen Unwetter miterlebt. Denn wenn es auf der Insel regnet, dann richtig! Dann geht aber die Welt unter. Alles vor Augen ist plötzlich nur noch schwarz und weiß. Da bringt man sich besser in Sicherheit.

Party: wer sich nach all den entspannenden Möglichkeiten dann doch mal auf einer Party die Seele aus dem Leib tanzen möchte, tut dies am besten auf den zwei Nachbarinseln. Es gibt dort die berühmt berüchtigten „Fullmoon-“ und „Halfmoon-Partys“. Ich war selbst noch auf keiner dieser Festen, doch ich hab mir sagen lassen, dort geht ordentlich die Lutzi ab. Wer feiern will, der sollte sich diese Ereignisse auf keinen Fall entgehen lassen. Falls einem dann doch eher spontan die Feierlaune packt, sollte einfach nach Chaweng gehen und den Lautsprecherdurchsagen der Partyautos folgen. Die wissen auch immer, welche Partys am Abend starten.

Und wieder einmal hoffe ich, ich kann ein paar verzweifelten Seelen da draußen helfen ihren Thailandurlaub zu planen, denn Koh Samui ist definitiv eine unglaubliche Insel. Zahlreiche Möglichkeiten, die nur darauf warten ausgeschöpft zu werden. Ich kann diesen Ort nur wärmstens Empfehlen und sage euch: das war einer der schönsten Urlaube, den ich jemals hatte! Genießt ihn so sehr wie ich. Dort ist es einmalig, wer weis wie lange noch.

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