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VatikanmuseumDie Reise durch Rom nimmt langsam ihr Ende. Mit diesem letzten Teil meiner Rom Trilogie habt ihr es geschafft – ihr kennt die besten Ecken dieser wunderschönen Stadt und könnnt danach unbesorgt sagen  „Ich habe das Beste gesehen“. Nichts einer Stadt verpasst zu haben gibt mir persönlich immer ein befreidigendes Gefühl. Ich finde es nämlich echt immer schwer jedes Detail einer Stadt aufzunehmen und dabei auch noch zu genießen. Das ist wirklich nicht einfach. Doch mit meiner Hilfe kann ich euch sagen, seht ihr das Beste und Wichtigste einer Stadt – die Crème de la Crème.

„Drei Sehenswürdigkeiten im Überblick“

Petersdom: Nachdem meine Mädels und ich uns die Papstaudienz angeschaut hatten, wollten wir uns natürlich auch den Dom von innen ansehen. Die Schlange war sowieso schon ewig lang, deswegen wollten wir uns erst recht beeilen. Wir machten hierbei aber einen große Fehler: wir sahen zuerst den St. Petersdom und wollten danach in das Vatikanmuseum. UNBEDINGT IN UMGEKEHRTER REIHENFOLGE TUN! Die Schlange für die Kirche scheint vielleicht sehr lange, kürzt sich aber enorm schnell. Keinen Eintrittspreis, keine Sicherheitskontrollen und ein schnelles Durchkommen in dem Dom selbst lassen die Schlange fürs Anstehen schnell schwinden. Das Anstehen beim Vatikanmuseum allerdings, fordert wirkliches Ausdauervermögen! Rechnet mit zwei Stunden anstehen – mindestens!

Der Petersdom war von innen noch VIEL beeindruckender, wie zunächst angenommen. Ich hatte ja bereits schon viel über seine Schönheit gehört, aber in Wirklichkeit war dieses Gebäude noch viiiieeel beeindruckender. Das viele Gold und die zahlreichen Verziehrungen flashten mich einfach nur so sehr. Mein Mund ließ sich vor Staunen kaum noch schließen. So eine wunder wunderschöne Kirche hatte ich in meinem Leben noch nie gesehen. Dafür sollte eine Superlative für das Wort „wunderschön“ erfunden werden.

In ein paar Ecken des Doms wurden kleine Messen gehalten. Hin und wieder huschten wichtige Kardinäle mit viel Security an einem vorbei und von Renovierungsarbeiten blieben wir auch nicht verschont. Da die Konservierung von Päpsten zur Tradition der katholischen Kirche Roms gehört, kann man dort auch einige davon, ausgestellt in Glaskästen, wieder finden. Auch wenn das alles etwas abstrakt klingt und irgendwie nicht normal – das verschafft dem Petersdom einen ganz besondere Ausstrahlung.

Vatikan Museum: Wie oben schon gesagt, solltet ihr dem Museum einen Besuch abstatten, bevor ihr euch irgendwo anders anstellt. Nach gefühlte 100 Jahren und zahlreichen Sicherheitskontrollten später, kommt ihr an die Kasse. An der dürft ihr dan mal schön 14€ hinlegen – ihr wollt ja was sehen. Und ihr bekommt auch wirklich einiges geliefert! Man hat das Gefühl, die Räume mit Gemälden und Skulpturen werden niemals enden. Wir wollten nämlich tatsächlich eigentlich nur so schnell wie möglich zur berühmten Sixtinischen Kapelle vordringen. Doch die Masse an Menschen hinderte uns ein wenig daran. Wir tappelten also von Raum zu Raum und hatten somit die Chance, uns ein wenig umzusehen – und das war auch gut so!

Zwischendrinnen mussten wir, um weiter zu gelangen, einen großen Innenhof überqueren. Dort befand sich neben zahlreichen Skulpturen eine gigantische, goldene Kugel, die sich langsam drehte. Ich war völlig hin und weg, wusste gar nicht, was ich soeben vor mir hatte und konnte meine Augen nicht mehr von dieser drehenden „Weltkugel“ lassen. Es handelte sich hierbei um „Sfera con Sfera“ des italienischen Bildhauers Arnaldo Pomodoro. Das Gebilde ist ein Symbol für die „Sonne(nanbetung)“ und sieht auch so aus, als würde die Sonne die Erde in sich tragen. Sehr beeindruckend!

Nachdem man an diesen Innenhof vorbei ist, geht es weiter mit vielen Innenräumen, die alle prachtvoll mit Gemälden oder sonstiger Kunst geschmückt sind. Ich glaube nach einer oder zwei Stunden gelangt man dann endlich zur Sixtinischen Kapelle und hat dabei Angst, auch nur einen Mucks von sich zu geben. Eine so große Stille bei so einer Masse von Menschen zu erleben, ist einfach atemberaubend. Währenddessen betrachtet man die unglaubliche Kunst des „Jüngsten Gerichts“. Wandgemälde, die Szenerien Jesus und Moses zeigen, gemalt von Künstlern der Renaissance wie Sandro Botticelli, Cosimo Rosselli oder Luca Signorelli.

Alles in allem finde ich schon, dass sich der Eintritt in das Vatikanmuseum lohnt. Es gibt unglaublich viel zu sehen – für jeden ist was dabei, versprochen! Große Künstler zeigen ihre größten Werke und noch größer ist das Museum an sich. Geduld beim Anstehen lohnt sich. Dieses Museum ist in Rom einfach ein Muss.

Die Spanische Treppen sind meiner Meinung nach keine übliche Sehenswürdigkeit. Normalerweise sind es Kirchen, Plätze, Aussichtspunkte oder Türme – aber berühmte Treppen? Kenn ich bisher nur die in Rom.

Doch warum SPANISCHE Treppen? Diese Frage schoss mir zuerst in den Kopf. Tatsächlich heißt dieser Ort nämlich korrekt übersetzt „Treppe der Heiligen Dreifaltigkeit vom Berge“. Nur im Deutschen haben die Treppen etwas mit Spanien zu tun. Allerdings ist dieser Name nicht ganz so fern, wie zunächst angenommen. Im 17. Jahrhundert wurde sie gebaut, um den steilen Zugang zur Kirche zu erleichtern. Somit wird der Piazza di Spagna (Spanische (!!) Platz) mit der Kirche verbunden. Der wiederum hatte früher tatsächlich viel mit Spanien zu tun. Hier stand, als die Päpste auch noch weltliche Herrscher waren, die spanische Botschaft beim Vatikan.

Heute ist die Spanische Treppe einer der beliebtesten Treffpunkte Roms: fürs Flirten, Schauen, Sonnenbaden. Oder auch als Ausgangspunkt für (teures) Shoppen: Die Via Condotti am Fuße der Spanischen Treppe.

Ich fand die Treppen persönlich sehr überfüllt und ein wenig überbewertet. Von oben hat man in der Tat eine hübsche Aussicht, doch gibt es den auch anderswo. Da diese Attraktion Roms allerdings kostenlos ist, kann man sich diese schon Mal ansehen.

 

„Inside Rome: Wofür selbst Römer Schlange stehen“

Shoppen wie die Römer: Zugegeben, einige wenige Römer kaufen wahrscheinlich in der Via del Corso gleich daneben ein. Aber wenn ihr dort shoppen wollt, wo die meisten Römer einkaufen, solltet ihr in die Via Cola di Rienzo gehen.

Diese Straße verbindet die Piazza del Popolo (von dem ich euch schon berichtet habe) mit der Piazza Risorgimento. Sie ist unglaublich lang und viele kleinere Straßen führen von ihr weg. Lebhaft ist sie nicht nur wegen des Verkehrs, sondern auch aufgrund der vielen Läden.

Hunderte Geschäfte, Designerläden, Vintagstores, Bars und Eisdielen folgen hier auf Kinos und Buchläden – das lässt ein Shoppingherz höher schlagen. Hier spürt man die römische Atmosphäre besser als in der Via del Corso. Stürzt euch in die Menge und zückt eure Kreditkarten. Wo sonst, wenn nicht hier?

„Speical Events – das dürft ihr auf keinen Fall verpassen!“

 

Die Spanische Treppen bei Nacht ist für mich wiederrum wieder ein kleines Highlight gewesen. Fand ich sie tagsüber noch etwas langweilig, wird sie nachts phenomenal beleuchtet. Ich hatte dazu noch das Glück, dass ich dort zufälligerweise vorbei kam, als gerade eine Live-Fernseh-Übertragung stattgefunden hat. Der Umweltschutzverbund WWF organisierte eine Charityveranstaltung auf den Spanischen Treppen. Ein riesen Spekatakel sag ich euch! Viele italienische Stars zeigten ihr Können in Oper, Popmusik, Pantomime oder Comedy. Ich verstand zwar nicht viel, aber allein das Feeling auf diesem Platz zu stehen und die Show zu begutachten, war für mich einfach nur sagenhaft. Ich hab mitbekommen, dass auf den Treppen oftmals solche Shows gedreht werden – falls ihr davon Wind bekommen solltet, geht sofort hin! Es ist ein Heidenspaß und nur richtig toll mitanzusehen. Ach ja, und im Fernsehen landet ihr auch noch!

XOXO CAROLINA XOXO

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