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Bali_verkleinert4101Genau das könnte ich momentan in meinem Prüfungsstress gebrauchen: Entspannung. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber der Gedanke an Sonne und Strand verführt mich immer wieder, meinen Kopf an einen anderen Ort zu bringen. Zurzeit denke ich dabei am liebsten an Bali. Dort gab es die atemberaubendsten Strände, die man sich nur vorstellen kann.

Dabei denke ich am liebsten an die etwas verstecke Bucht von der „Blue Lagoon„. Wie der Name schon verrät ist es eher ein stilles Gewässer, das in seinem kristallklaren Wasser viele bunte Korallen zur Schau stellt. Die Lagune befindet sich in Padangbai, im südöstlichen Teil der Insel Bali.

Das Wasser so schön, dass man seinen Augen anfangs gar nicht glauben will, wie Türkis und klar das Wasser ist. Ich konnte meinen Finger gar nicht mehr vom Auslöser meiner Kamera nehmen. Ich wollte jeden Winkel dieses Paradieses festhalten.

Der perfekte Ort, um einen kleinen Schnorchelgang in Angriff zu nehmen. Für umgerechnet 2€ kann man sich direkt vor Ort Flossen und eine Taucherbrille ausleihen. Ausgerüstet begibt man sich lieber vorsichtig ins Wasser, da dort doch einige spitze Korallen herausragen. Einmal unter Wasser, wollte ich nicht mehr weg. Plötzlich war ich umgeben von Schwärmen von Fischen, kunterbunten Korallen und funkelnden Lichtern. Auch ziemlich große Fische hatte ich zu Gesicht bekommen, um die ich aber lieber einen großen Bogen machte. Mein kleiner Bruder und ich zeigten aufgeregt unter Wasser auf neuste Entdeckungen, die wir gemacht hatten. Ich glaube, wir verbrachten dort Stunden.

Mein Tipp hier: unbedingt bei Flut kommen. Beim Rausgehen aus dem Wasser hat es uns mit der Schnorchelausrüstung kurz auf den Rücken gelegt und unsere Rücken waren aufgeschürft. Wir wurden allerdingt sofort von den Einheimischen versorgt, die verschiedene Blätter und Kräuter aus dem Urwald holten und uns damit einschmierten. Wir wurden rundum versorgt.

Auch ist es hier vom touristischen Aspekt betrachtet wesentlich ruhiger, als an manch anderen Stränden. Man wird nicht im zwei-Minuten-Takt gefragt, ob man einen Hut kaufen möchte. Außerdem ist das lokale Essen dort ziemlich gut. Man kann direkt am Strand für wenig Geld einen Happen zu sich nehmen.

Bali_verkleinert16101Wenn ich den kontrast-vollsten Strand dazu wählen sollte, dann wäre es definitiv der Strand von Kuta. Er ist voller Touristen, Menschenmassen und Verkäufern. Keine Ruhe und Entspannung sondern purer Stress. Man kann dort super surfen, da die Wellen optimal sind. Wassersportarten kann man dort super betreiben. Aber aufgrund des hohen „Touristen-Abziehen-Programms“ wäre das dort nicht meine erste Wahl, um zu entspannen und zu bräunen.

Quelle: http://www.bali-indonesia.com

Was man allerdings gut und vor allem günstig machen kann in Kuta ist sich massieren lassen. Natürlich sollte man dabei wieder etwas auf die hygienischen Zustände achten, aber sonst kann man da bei den Preisen wirklich nicht meckern. Ob Fußreflexzonenmassage, Thaimassage, Kopfmassage oder nur eine kurze Maniküre – in Kuta bekommt man das alles für wenig Geld quasi vor die Füße geworfen. Mein kleiner Tipp für etwas seriösere Massagen: geht einfach mal in die etwas größeren Hotels dort rein und fragt nach deren Massageprogramm. Meistens bieten die nämlich auch welche an und ich persönlich fühle mich da irgendwie mehr auf der sicheren Seite.

Ein wieder echt schöner Strand befindet sich weiter oberhalb von Kuta. Am besten ist er zu erreichen, indem man durch einen Beach Club geht (kostenlos parken!), den Potato Head Beach Club. Hindurch die beeindruckende Architektur, gelangt man einen wahnsinns Strand, der so groß ist, dass einem dort kaum Touristen begegnen. Dort kann man gegen einen kleinen Preis ein paar Liegen mieten oder sich einfach gleich direkt in den warmen Sand fallen lassen.

Die Wellen sind dort UNGLAUBLICH! So hohe Wellen habe ich in meinem Leben noch nie gesehen. Da der Sand aber so fein ist, fällt es nicht schwer, sich vom Boden abzustoßen und gegen die Wellen anzukämpfen. Kommt man aus dem Wasser, fühlt man sich, als wäre man einen Marathon gelaufen. Das Herz pocht bis zum Hals.

Ein Mix aus purer Entspannung am schönen Strand und reinstem Abendteuer im Wasser. Wer möchte, kann sich auch dort ein kleines Surfbrett ausleihen.

Zu diesem Strand sind wir so gut wie jeden Tag gefahren. Er war ziemlich nah am Hotel und einfach zugänglich. Man kann dort auch über einen großen, öffentlichen Parkplatz gelangen, der aber eine Kleinigkeit kostet. Außerdem sollte man beachten, dass man zum Strand durch ein kleines Tempeldorf läuft, das sehr heilig ist. Auch bis zu 100m weiter am Strand, darf man sich dort weder hinsetzen noch baden. Heiliger Boden bedeutet für die Balinesen sehr viel.

Einen ganz verrückten Ort fand ich Nusa Dua. Berühmt dafür wassersportliche Aktivitäten anzubieten, tummelt sich an dem südlichen Punkt der Insel vor allem auch die High Society. Dieser Ort ist ganz witzig geteilt in einen touristischen, etwas chaotischen Teil und eine Welt, in der alles perfekt zu sein scheint. Aber von Anfang…

Bali_verkleinert29001Will man wie ich eine Runde tauchen gehen, geht man in der Regel nach Nusa Dua. Dort gibt es zahlreiche Angebote, zu einigermaßen angemessenen Preisen. Man wird ausgerüstet mit Taucherflasche, Flossen, Schwimmbrille, einem Schwimmanzug und einer Tüte Brot für die Fische (welche einem in den Anzug gesteckt werden!). Zuerst folgt eine etwas sehr knappe Einführung in die Welt des Tauchens. Die wichtigsten Unterwasserzeichen wurden mir beigebracht und ich lernte mit dem Atemgerät zu atmen. Ich war total aufgeregt und konnte es sowieso kaum abwarten ins Wasser zu springen. Nach dem kleinen Crash-Kurs gingen wir alle auf ein kleines Boot und fuhren aufs Meer hinaus. Ich hatte durch den engen Anzug ein etwas beklemmendes Gefühl, mein Herz raste wie wild und hoffte nur darauf, dass unser Tauchlehrer gleich sagen würde „We’re there“. Endlich im Wasser hatte ich meinen eigenen Tauchlehrer, der mich beim Arm packte und mir die Schönheiten der Unterwasserwelt präsentierte. Ein buntes Riff mit zahlreichen Fischen umgab uns. Zu hören war nichts weiter als das Atmen deines Atemgerätes. Ich war so aufgeregt, ich musste mich zwingen langsam und ruhig zu atmen. Ich war völlig platt und hätte dort unten Stunden bleiben können. Dann zog mein Begleiter die bereits vergessene Brottüte aus meinem Arm, machte ein kleines Loch rein und drückte das nasse Brot raus. Innerhalb von Sekunden umgaben uns riesige Schwärme von Fischen, die mein Gesicht mit ihren Flossen streiften. Ich sah nur noch bunte Farben um mich herum. Sprachlos, beeindruck und gefühlt in einer ganz anderen Dimension beobachtete ich das Schauspiel.

Da war es dann auch schon wieder schnell vorbei und wir fuhren zurück an den Strand. Ein einmaliges Gefühl, das ich am liebsten jeden Tag haben würde. Diese Fahrt hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Tauchen ist nicht das Einzige, was man dort machen kann. Jetski, Paragleiten, Schnorcheln, Segeln und vieles mehr wird angeboten. Besonders ist dabei auch, dass es ein Angebot gibt (so gut wie überall an diesem Strand), das sich 3 für 2 nennt. Also drei Aktivitäten zum Preis von zwei. Sollte eine Überlegung wert sein.

Aber jetzt zu meinem bereits angesprochenen Schock den ich an diesem Ort wiederfuhr. Wir dachten uns, noch ein bisschen am Strand zu liegen wäre keine schlechte Idee. Allerdings war uns der Ort an dem die Aktivitäten stattfanden ein wenig zu touristisch. Wir wollten ein kleines Stück weiter runter, zu den anderen Stränden. Wir fuhren also los und kamen zuerst einmal zu einer Sicherheitskontrolle. Allein diese Tatsache hatte mich schon verwundert. Da durch, kamen wir plötzlich an einen Ort, der für mich irgendwie gar nicht mehr nach Bali aussah. Alles perfekt sauber, gepflegt, riesige Parkanlagen, die teuersten Hotels und Security wohin das Auge nur reicht. Unser Fahrer Noyman erklärte uns, dass wir nun in einem Teil der Insel sein, in den auch wichtige Politiker und Stars zum Urlaub machen kommen.

Völlig perplex verstand ich die Welt nicht mehr. Wieso musste man diese Insel mit so einem Ort künstlich verschönern? Sie war doch schon so wunderschön. Naja, wie auch immer, wir suchten einen Strand auf. Als wir uns einen hübschen rausgesucht hatten, wurde uns nett erklärt, dass dieser Strand ein Privatstrand des Edelhotels war und wir dazu keinen Zutritt hatten. Wir waren enttäuscht. Bis wir einen Fleck am Strand fanden, der nicht zu einem Hotel gehörte, dauerte es eine Weile. Dort genossen wir dann den Rest des Tages, fühlten uns aber dennoch irgendwie nicht passend an diesem Ort.

Wie ihr hoffentlich sehen konntet ist Bali nicht nur einfach ein Ort an dem man entspannt am Strand liegen muss. Man hat wahnsinnig viele Möglichkeiten sich dort zu entspannen und es gibt immer einen neuen Strand zu entdecken – immerhin ist Bali eine Insel!

Schönes Wochenende euch noch!

XOXO Caro

Nützliche Informationen:
 
Potato Head Beach Club
Jln. Petitenget
Seminyak, Bali 80361
t. +62 (361) 473 7979
e. reservation@ptthead.com
 
Nusa Dua Diving
Jl. Pratama No. 37
Nusa Dua, Bali 80363
t. +62 811-389-420
Öffnungszeiten: 09:00-20:00 Uhr
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