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Hallo ihr Lieben!

DSCN94711 GreceSchon lange hab ich nichts mehr von mir hören lassen und das tut mir Leid. Ich war viel mit meinem Studium, meinem Praxissemester und der Planung neuer Auslandsaufenthalte beschäftigt. Doch jetzt bin ich wieder da. Ich werde mir jetzt gezielt mehr Zeit dafür nehmen und meine Reisetipps mit euch teilen.

Heute möchte ich euch von einem ganz besonderen Ort in Griechenland berichten. Viel Sonne, wolkenfreier Himmel und trotzdem eine kühle Brise. Auf der Halbinsel Peloponnese gibt es für mich alles, was ein Urlaubsort braucht. Doch ein Ortsteil hat es mir besonders angetan. Die Gegend von der ich euch erzählen möchte, befindet sich im Herzen des Messinian Bays und ist gleichzeitig umgeben von den gigantischen Bergen Taygetos. Die Rede ist von Kalamata – und alles was sich von dort aus südöstlich befindet.

Um die Schönheit der Natur beobachten zu können, empfehle ich unbedingt sich ein Mietauto zu holen. Anders ist es kaum möglich die ganze Umgebung zu entdecken. Und glaubt mir: es lohnt sich! Fahrt ruhig auch mal eine Stunde durch die Berge Richtung Platsa und schaut euch die Aussicht von da oben an. Einzigartig sag ich euch! Was ich besonders liebe, ist der Blick auf das weite Meer. Denn dort entdeckt man kleine, unbewohnte Inselchen, bei denen mich immer das Gefühl überkommt, gleich rausschwimmen zu müssen, um die Insel zu erkunden. Ich kleiner Abenteurer 😀

Falls ihr euch überlegen solltet, dort auch einmal vorbeizuschauen, seht euch unbedingt nach einem Ferienhäuschen um, nicht nach einem Hotel. Das ist in dieser Gegend essentiell. In Sandsteinhäusern erlebt man das wahre Griechenland. Die Ferienapartments sind meist auch qualitativ hochwertiger als die Hotels dort und man hat vor allem seine Ruhe. Ruhe ist nämlich für Griechenland genau das richtige Stichwort. Ich persönlich habe dort eine Art Rückzugsort gefunden, an dem ich tatsächlich abschalten kann. Am Strand wird man nicht die ganze Zeit von Verkäufern angesprochen und die Preise sind keine Wucher. Doch am meisten bringen mich die Sonnenuntergänge auf der Insel wieder runter. In meinem Leben habe ich noch nie schönere gesehen. Die Bilder zeigen meiner Meinung nach nur einen Bruchteil dieser Schönheiten – das muss man mit eigenen Augen gesehen haben.

Wer von Griechenland spricht, muss im gleichen Atemzug auch über Essen sprechen. Gegrilltes, Tzatziki, Feta, Honig, Salbei, Oliven (Kalamon), Wein oder auch Fisch. Die Küche beherrschen die Griechen im Schlaf.

Frisches Fleisch und frischer Fisch zum Grillen liegen in Kühltresen meist in der Nähe des Grills. Möchte man davon etwas bestellen, geht man einfach dorthin und zeigt drauf. Doch man sollte beachten, dass sich der Preis meist nach dem Gewicht errechnet. Wer also keine Überraschungen erwarten möchte, fragt noch mal nach.

Missverständnisse kann es auch bei der Bestellung geben. Zusammengestellte Gerichte mit Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und Salatschälchen sind dort weitgehend unbekannt. Gemüse und Salat sind immer ein eigenständiges Gericht auf eigenem Teller, nur Fleisch und Kartoffeln (meist Pommes frites) werden automatisch zusammen serviert.

Für den kleinen Hunger gibt es viele kleine Grillbuden, an denen man Gyros im Fladenbrot, griechische Bratwürste und souvlákia, kleine Fleischspieße, bestellen kann. Für die Griechen ist das Essen vor allem ein Ereignis in Gemeinschaft. Meist geht man mit der Familie und mit Freunden aus; allein essende Pärchen sind selten. Entsprechend sind auch die Tischsitten: Keiner bestellt nur für sich, alle Teller gehören allen. Jeder nimmt sich, wovon er möchte.

Meine Restaurantempfehlungen sind: Restaurant bei den Quellen in Pigi (dort gibt es nur eins), das Restaurant al Nicholaes und das von Christo – alle in der Nähe von Pigi/Platsa.

Wenn wir schon bei dem Thema Spezialitäten auf dieser fantastischen Insel sind, komme ich jetzt zu einer ganz besonderen Person vor Ort. Ihr Name ist Momo und sie besitzt dort einen kleinen Laden, in dem sie vor allem selbstgemachtes, mildes, fruchtiges Olivenöl verkauft. Der Laden „Morea“ befindet sich in Thalames, direkt daneben die Mühle, in der das Öl auf Stein gemahlen wird. Diese Methode ist heutzutage fast schon ausgestorben. Doch an diesem Ort steht Tradition und Qualität an höchster Stelle.

Neben reinem Olivenöl, gibt es dort auch Öl mit Zitronen, Orangen oder Ingwerwurzeln. Außerdem sogenanntes Tropföl (ohne wässrige Bestandteile), frische Kapern, Oliven oder Lavendel. Alles wurde dort regional angebaut, geerntet und verarbeitet. Die Menschen dort sind warmherzig und offen. Man fühlt sich sofort willkommen und probieren darf man auch jeder Zeit. Ich bin ein großer Fan und kann Morea jedem empfehlen. Wer dort vorbei kommt, sollte sich unbedingt mit reichlich Olivenöl ausstatten lassen – auch immer ein tolles Mitbringsel für Zuhause, denn die Flaschen gibt es auch in 250ml Größe. Herrlich!

Ein für mich typisches Bild im Kopf, das mich immer an Kalamata erinnern wird, ist ein eiskalter Frappuccino im kühlen Schatten am Strand, vor mir ein Brett mit Backgammon. Stundenlang könnte ich mir dort so die Zeit vertreiben. Genauso machen es auch die Einheimischen. Was für ein Leben!

Es gibt viele Strände rund um die Insel, die atemberaubend schön sind. Nicht alle haben Sandstrand, doch selbst an denen befinden sich Liegen, auf denen man es sich gemütlich machen kann. Da die Sandstrände auch bei den Inselbewohnern beliebt sind, tummeln sich dort einige Menschen herum. Bei den abgelegenen Stränden hat man eher seine Ruhe, kaum Menschen, allerdings auch keine Getränkebar. Ich wechsel die Strände gerne, jeden Tag etwas Neues 🙂

Ein Tagesausflug lohnt sich auch in die kleinen Dörfer. Ich habe mich in Pigi verliebt. Ein Örtchen mit wahrem Charme, sympathischen Menschen und einer wahnsinns Landschaft, bei dessen Ausblick einem der Atem stockt. Das Restaurant an den Quellen befindet sich direkt an den Klippen und man sieht den Sonnenuntergang gegen die Häuschen des Dorfes leuchten. Das Städtchen besteht aus Sandsteinhäuschen mit offenen Türen und Toren, zauberhaften Blumen und Treppen, die dich den Berg spüren lassen. Ich liebe diesen Ort.

Ein weiterer sehenswerter Ort, der ein weiteres Abenteuer birgt, sind die Höhlen von diRos. Eine Tropfsteinhöhle der besonderen Art. Vor Ort wird man auf einem kleinen Boot durch eine traumhafte aber auch mystische Unterwasserhöhle gefahren. Die Boote werden dabei von den Führern durch das Felslabyrinth mit engen Durchfahrten und großen Hallen gestakt. Die Höhle besteht aus drei Teilen, die einem durch verschieden leuchtendenden weißen Stalaktiten- und Kristallgruppen die Sprache verschlagen. Das Wasser ist nicht tief und kristallklar. Die Stille in Verbindung mit den Tropfgeräuschen lassen einem Gänsehaut entstehen. Die Fahrt auf dem Boot geht 25 Minuten, danach kann man den etwa 300m langen Steig besichtigen. Die Höhle gilt als größte Seehöhlen Griechenlands.

Die Umgebung um die Unterwasserwelt ist auch ein Traum. Türkisenes Wasser sieht man selten auf der Insel. Alleine dort vor Ort hätte ich mich gerne Wochen aufgehalten. Auf dem glasklaren Wasser schwimmen kleine Fischerbötchen, die immer wieder ihre Netze auswerfen. Die Felswände sind übersät mit den verschiedensten Blumenarten und die auf und abstiege um die Bucht herum sind ein wahrer Traum. Wer die pure Natur sucht, ist dort auf jeden Fall richtig.

Ich war auf dieser Trauminsel mit meiner besten Freundin Julia. Gemeinsam haben wir dort im Haus ihres Onkels wohnen dürfen, das er selber gebaut hat. Sie ist dort quasi aufgewachsen und konnte mir Ecken zeigen, die ich alleine nie entdeckt hätte – noch mal ein groooßes Dankeschön dafür meine Liebe!

Ich wünsche euch noch einen schönen Start in den Tag. Fühlt euch alle gedrückt.

Eure Caro

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